Warum ist ein gutes Ergebnis nicht immer das Produkt einer guten Entscheidung – und warum ist die Unterscheidung wichtig?

Sowohl im Wirtschafts- als auch im Privatleben sind es Entscheidungen, die Erfolg und Misserfolg ausmachen. Unter einer Entscheidung versteht man dabei die Wahl einer Handlung aus mindestens zwei Alternativen. Dabei ist man bestrebt, für sich oder sein Unternehmen einen möglichst guten Ausgang zu erreichen. Die Fähigkeit gute Entscheidungen zu treffen kann man trainieren.

Zuerst muss man den Ausgang einer Entscheidung von der Qualität der Entscheidung zu unterscheiden. Nehmen wir dazu 2 Beispiele als Illustration:

Von den mehreren möglichen Ausgängen zum Zeitpunkt der Entscheidung verschwinden alle bis auf einen im Laufe der Zeit

Wenn es zum Zeitpunkt der Entscheidung hinsichtlich des Ausgangs eine Reihe von Unsicherheiten gibt, sind also mehrere Ergebnisse möglich (und meistens nicht mit bekannten Wahrscheinlichkeitsverteilungen wie in den obigen Beispielen). Wenn der tatsächliche Ausgang feststeht, ist das Berücksichtigen von alternativen Szenarien („was-wäre-wenn“) nicht mehr notwendig.

Unterscheidung zwischen Entscheidungsqualität und Qualität des Ausgangs ist Basis für Verbesserungen

Es gibt die menschliche Tendenz, in Nachbetrachtung diesen Rückschluss von einem guten Ausgang auf eine gute Entscheidung zu machen (in der Psychologie „hindsight bias“ bzw. Rückschaufehler genannt). Praktisch heißt das, dass bei Entscheidungen mit positivem Ausgang der Entscheidungsträger dazu verleitet ist, seine eigene Entscheidungskompetenz zu loben. Im umgekehrten Fall, im Falle eines schlechten Ausgangs, wird der Ausgang Pech zugeschrieben.

Bei einer nüchternen Betrachtung der Beziehung zwischen Entscheidungsqualität und dem Ergebnis wird man Folgendes erkennen: auch wenn eine gute Entscheidung nicht einen guten Ausgang garantieren kann, gibt es doch Korrelation zwischen beiden, d.h. eine gute Entscheidung führt eher zu gutem Ausgang. Die Beziehung zwischen der Qualität einer Entscheidung und deren Ausgang kann wie folgt beschrieben werden:

Wenn man bestrebt ist, die Qualität der Ergebnisse seiner Entscheidungen zu verbessern, kann man nur bei der Qualität der Entscheidungen ansetzen, dem Zufall ist man ausgeliefert. Die Unterscheidung zwischen der Qualität der Entscheidung und der Qualität des Ausgangs ist der erste wichtige Schritt dafür. Entscheidungen zu treffen ist eine Fähigkeit, die erlernbar und verbesserbar ist.

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Autor: Daniel Dantine
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